WOHNEN

Was darf's sein? Chalet, Villa oder lieber Penthouse? In Salzburg ist alles möglich. Doch leider nur für wenige. Für normale Salzburgerinnen und Salzburger sieht die Realität so aus: Die Mieten sind kaum noch bezahlbar. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bleibt ohne Finanzspritze der Eltern oder Erbe ein unerfüllter Traum. Gleichzeitig nimmt der Anteil leerstehender Spekulationsobjekte rapide zu. Chaletdörfer sprießen nur so aus dem Boden. Für mehr und mehr junge Paare stellt sich mittlerweile die finanzielle Frage, ob sie in Salzburg bleiben oder eine Familie gründen wollen.

Wir finden: Salzburg kann mehr als Immobilienspekulation. Leistbares Wohnen und mieten muss sich finanziell wieder für alle ausgehen. Es darf kein Luxus sein, in Salzburg zu wohnen und hier eine Familie zu gründen. Salzburg muss für die Salzburgerinnen und Salzburger leistbar bleiben. Unser Bundesland ist zu schön dafür, nur den Reichen sowie Spekulantinnen und Spekulanten vorbehalten zu sein. 

Mehr leistbare Mietwohnungen

Errichtung von mindestens 1.000 förderbaren Mietwohnungen jährlich. Es braucht in der Wohnbauförderung einen klaren Schwerpunkt für den geförderten Mietwohnbau. Darum fordern wir eine verpflichtende Quote um mehr förderbaren Wohnbau zu ermöglichen. 

Mehr günstige Baugründe

Gemeinden sollen ein Vorkaufsrecht für Grünland erhalten. Bei der Baulandsicherung soll es ein Bereicherungsverbot für Gemeinden geben. Die Aufgabe der Baulandsicherung ist es nämlich, der einheimischen Bevölkerung so günstig wie möglich Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Mehr Stockwerke

Da gerade im städtischen Bereich die Flächen für den Wohnbau fehlen, führt kein Weg daran vorbei, vermehrt Wohnhäuser mit sieben, acht oder mehr Stockwerken zu bauen. Alles andere bedeutet: Die Preise steigen noch stärker.

Mehr Wohnbeihilfe

Aktuell haben die meisten Menschen, die in einer privaten Mietwohnung wohnen, keinen Anspruch auf Wohnbeihilfe. Wir sind der Meinung, dass sich das ändern muss. Die Anspruchsberechtigung für die erweiterte Wohnbeihilfe soll an die reale Wohnpreislage angepasst werden.

Chalets & Zweitwohnsitze stoppen

Schluss mit der Immobilienspekulation und dem Ausverkauf unserer Heimat! Die Errichtung weiterer Zweitwohnsitzgebiete muss endlich gesetzlich verhindert werden.

Leerstand bekämpfen

Die geplante symbolische Leerstandsabgabe (1000 Euro pro Jahr für eine Wohnung mit 100 Quadratmetern) ist ein wichtiger erster Schritt, der längst nicht ausreicht. Um die Spekulation mit Wohnraum zu unterbinden, braucht es eine Leerstandsabgabe in der Höhe der jährlichen Wertsteigerung einer Immobilie. Es darf sich in Zukunft nicht mehr lohnen, Wohnungen leer stehen zu lassen.